Open Access

Unter Open Access versteht man den kostenlosen und freien Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen über das Internet.

Der zu Grunde liegende Gedanke ist, dass Erkenntnisse von Forschung, die mit Geldern der öffentlichen Hand finanziert wird, der Öffentlichkeit auch frei zugänglich sein sollte.

Wesentlicher Bestandteil von Open Access ist die Sicherstellung einer nachhaltigen Nutzbarkeit der Publikationen, etwa durch Langzeitarchivierung, Vergabe von Identifikatoren und Offenlegung der Nutzungsrechte durch Lizenzen.

Anfang 2018 hat das Rektorat eine Policy  zum Umgang der mdw mit Open Access beschlossen.

Meilensteine der Open-Access-Geschichte

  • 1991: "Geburt" von Open Access mit der Aktivierung des Servers ArXiv für freie Preprints aus dem Gebiet der Physik am Los Alamos National Laboratory durch Paul Ginsparg.
  • 2000er Jahre: In den 2000er Jahren kam es zu einer sogenannten "Zeitschriftenkrise". Wenige große Wissenschaftsverlage nutzten ihre Quasimonopolstellung zu erheblichen Preissteigerungen, die die Universitäten finanziell schwer belasteten und die Open-Access-Idee als attraktive Alternative in den Fokus rückten.
  • 2001: Als erstes international anerkanntes Dokument zu Open Access wurde 2001 die Budapester Erklärung der Budapest Open Access Initiative veröffentlicht
  • 2003: Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen als Schlussdokument einer Tagung der Max-Planck-Gesellschaft ("Erste Berlin-Konferenz". Sogenannte Berlin-Konferenzen finden seither jährlich an unterschiedlichen Orten statt).
  • 2015: Expression of Interesst über eine großflächige Umsetzung von Open Access als Schlussdokument der 12. Berlin-Konferenz und damit verbunden Start der Initiative Open Access 2020

Open Access in Österreich

  • 2012: Gründung des Open Access Network Austria (OANA)
  • 2014-2016: HRSM Projekt e-infrastructures Austria unter Beteiligung der mdw zum koordinierten Aufbau einer digitalen Archiv-Infrastruktur und zur Weiterentwicklung forschungsunterstützender Services
  • 2016: Empfehlungen für die Umsetzung von Open Access in Österreich durch OANA
  • 2017-2020: HRSM-Projekt AT2OA, Austrian Transition to Open Access, mit dem Ziel, das wissenschaftliche Publikationswesen in Österreich von closed access (kontrollierter Zugang über Lizenzen) in Richtung Open Access zu transformieren.

Weiterführende Information

Eine umfassende Darstellung von Open Access finden Sie auf der Seite www.open-access.net